Geschichte/Chronik

Chronik der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde Herne

GlockenturmIm Hinblick auf einen später zu errichtenden eisernen Glockenträger für die Notkirche "Schadeburg" waren schon am 10.04.1948 zwei Gussstahlglocken vom Bochumer Verein geliefert worden. Am 28.04.1955 wurde dort die dritte und größte Glocke bestellt.
Die erste Glocke, 793 mm Ø, Ton " d ", 195 kg schwer, mit Zubehör + 96 kg = 291 kg, trägt die Inschrift: "0 Land, Land, Land, höre des Herrn Wort!" (Jeremia 22, 29).
Die zweite Glocke, 667 mm Ø, Ton " f ", 124 kg + 78 kg = 202 kg schwer, trägt die Inschrift: "Ehre sei Gott in der Höhe!" (Luk. 2, 14).
Die dritte Glocke, 820 mm Ø, Ton " c ", 200 kg + 120 kg = 320 kg schwer, trägt die Inschrift: "Gott gebe Euch viel Gnade und Frieden!" (1. Petr. 1, 2).
Im Jahr 1949 wurde das Eisengerüst für den Glockenträger erstellt. Letzterer wurde 1955 mit einer Gesamthöhe von 17,5 m in der heutigen Form endgültig fertig gestellt, mit Klinkermauerwerk umzogen und der Spitzhelm mit Kupferplatten bedeckt.
Das Tagesläuten am Morgen, Mittag und Abend geschieht automatisch.
Emmaus-KircheAm 01.04.1958 wurde die Evangelische Kirchengemeinde Börnig nach Abtrennung von Sodingen offiziell selbständig.
GrundsteinAm Sonntag, 28.08.1960, wurde der Grundstein der neuen Emmaus-Kirche gelegt. Sie wurde in Stahlbeton-Bauweise auf der Wiese über der zugeschütteten Gräfte der Schadeburg errichtet.
Beim Ausschachten trat im 2 m Tiefe ein altes Bruchstein-Mauerwerk zu Tage. Vielleicht war es in alter Zeit das Fundament eines ehemaligen Brückentorhauses.
Um eine tatsächliche Anknüpfung an die alte Geschichte der Schadeburg herzustellen und zu bewahren, ist ein schön behauener großer Quaderstein als Eckstein im Fundament der Sakristei, an der rechten Nordwestecke, mit eingemauert worden.
Blick von der EmporeDem Kirchbauplan (Parabelform) wurde ein Pappmodell im Maßstab 1:50 zugrunde gelegt, das Pfarrer Ruwisch schon 1957 angefertigt hatte. Der Architekt Egon Schiborr aus Essen wurde mit der Planausführung und Bauleitung, der Hoch- und Tiefbauunternehmer Friedrich Wortmann aus unserer Gemeinde mit der Bauausführung beauftragt.
Fenster im AlltarraumDie künstlerische Gestaltung der Bleiglasfenster in Kirche und Sakristei wurde von Maler und Grafiker Wilhelm Strauß, Herne, in bester Weise gelöst.
Das Thema der Seitenfenster in der Kirche sind die zehn Gebote. Das Fenster über dem Altar stellt Jesus mit den Emmaus-Jüngern dar.
Blick auf die EmporeDie Orgel ist eine elektronische Orgel mit 28 Registern. Sie wurde am 10.11.1960 von der Firma Ahlborn aus Heimerdingen bei Stuttgart gekauft.
Die Gesamtkosten, einschließlich der Bänke, elektrischer Umbratherm-Heizung aus Kißleg im Allgäu, Orgel und Sakristeiausstattung beliefen sich auf 371.000,00 DM (ca. 190.000 Euro).
Die Kircheinweihung fand am 24.09.1961 durch Oberkirchenrat Nockemann statt.
PfarrhausAnschließend wurde auf dem Kirchengelände ein zeitgemäßes Pfarrhaus in Flachbauweise (wie die Kirche mit Klinkern versehen) errichtet, das im November 1962 bezogen wurde. Die Gesamtkosten betrugen 110.000,00 DM (ca. 56.000 Euro).
Als Pfarrer-Dienstwohnung hatte bisher eine angemietete Etage (Castroper Straße 319) gedient.
KindergartenDer erste Spatenstich zum Neubau des neuen Kindergartens auf dem Kirchengelände erfolgte im Oktober 1972 auf ehemaligem Wiesen- und Grabenland. Architekt war Egon Schiborr, der auch schon die Emmaus-Kirche geplant hatte. Am 12. November 1973 nahm der neue ev. Kindergarten an der Schadeburgstraße seine Arbeit auf.
Die Einweihungsfeier wurde am 27.02.1974 feierlich nachgeholt. Ehrengäste waren u. a. Oberbürgermeister Brauner und Superintendent Fritz Schwarz.
GemeindehausIm Februar 1975 wurde die alte Schadeburg Stein für Stein abgetragen, um einem Jugend- und Gemeindehaus Platz zu machen. Architekt war wiederum Egon Schiborr aus Essen. Am 19.07.1974 wurde das Richtfest gefeiert.
Am 20. April 1975 (Sonntag "Jubilate") wurde die "neue Schadeburg" durch den damaligen Synodal-Assessor, Pfarrer Klaus-Peter Röber, eingeweiht. Er übergab die Schlüssel feierlich an den neuen Hausherrn, Pastor Stach.
Unter den Gästen waren Oberbürgermeister Robert Brauner und Vertreter der evangelischen und katholischen Nachbargemeinden.
Wappen SchadeburgEinige Menschen aus unserer Gemeinde haben sich die Mühe gemacht, aus verschiedenen Quellen die Geschichte der Schadeburg und der Kirchengemeinde zu erkunden.
Aus den Recherchen entstand eine Chronik, in der die die Geschichte bis zum Jahr 2000 aufgezeichnet ist.

Eine vollständige Chronik zum Lesen und Ausdrucken finden Sie im Bereich Downloads.